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Häufig gestellte Fragen

Ja. recoveriX basiert auf einer Kombination mehrerer wissenschaftlich gut untersuchter und evidenzbasierter Therapieprinzipien, darunter motorische Bewegungsvorstellung (Motor Imagery), funktionelle Elektrostimulation (FES) und Spiegelneuronenaktivierung.

Zusätzlich wurde die Wirksamkeit des recoveriX-Systems in klinischen Studien bei Schlaganfall- und MS-Patienten untersucht. Weitere Informationen zur Studienlage finden Sie im Bereich „Evidenz“.

Studien und klinische Erfahrungen zeigen, dass erzielte Verbesserungen stabil bleiben können, insbesondere wenn die erlernten Bewegungsmuster weiter trainiert werden.

Eine erhebliche Störung der Sprache, der Kognition und/oder der Aufmerksamkeit (z. B. Wernicke-Aphasie oder Demenz), die den Patienten daran hindert, die Aufgaben zu verstehen und/oder durchzuführen, ist ein Ausschlusskriterium.

Die recoveriX-Behandlung kann auch bei Patienten mit Epilepsie eingesetzt werden. Eine individuelle ärztliche Beurteilung ist erforderlich.

Die Stimulation wird in der Regel als gut verträglich beschrieben. Meist berichten Patienten lediglich über ein leichtes Kribbeln.

recoveriX ist ein Rehabilitationssystem, das speziell für Patienten mit neurologischen Defiziten entwickelt wurde. Patienten, die einen Schlaganfall, ein Schädel-Hirn-Trauma oder eine andere Hirnverletzung erlitten haben, können die Therapie durchführen. Darüber hinaus können auch Patienten mit Halbseitenlähmung, Bewegungseinschränkungen infolge von Hirnschäden, Schmerzen, Spastizität oder Multipler Sklerose von der Therapie profitieren.

recoveriX kann für die Schlaganfall-Rehabilitation in der akuten, subakuten und chronischen Phase eingesetzt werden, wie verschiedene Patientenfälle gezeigt haben. Unsere wissenschaftliche Studie hat gezeigt, dass die recoveriX Therapie auch noch 10, 20, 30,… Jahre nach einem Schlaganfall oder einer neurologischen Störung wirksam ist.

Ja. Tatsächlich kombiniert recoveriX 3 Standardtherapien in einer Behandlung:

  • Funktionelle elektrische Stimulation,
  • motorische Bewegungsvorstellung und
  • Spiegelneuronentherapie.

Eine zusätzliche Physiotherapie kann für den Patienten von Vorteil sein.

Die kurze Antwort lautet Ja, denn weitere Verbesserungen der motorischen Funktion sind noch möglich, insbesondere wenn Sie auf den ersten recoveriX-Behandlungsblock gut angesprochen haben. Wie immer haben wir die Daten, um diese Schlussfolgerung zu untermauern, also schauen wir uns das an.

18 Schlaganfallpatienten nahmen an mindestens einem recoveriX-Behandlungsblock teil, bevor sie mit ihrem recoveriX-Behandlungsblock für die untere Extremität (d. h. Fußtherapie) begannen. Während ihres vorherigen Behandlungsblocks verbesserten sie sich signifikant um durchschnittlich 4,8 Punkte in der motorischen Funktion der oberen Extremitäten. Dann nahmen diese 18 Schlaganfallpatienten am recoveriX-Behandlungsblock für die unteren Extremitäten teil und wir beobachteten signifikante Verbesserungen in den folgenden klinischen Skalen:

  • Barthel-Index
  • Obere und untere Fugl-Meyer-Bewertung
  • Modifizierte Ashworth-Skala des Sprunggelenks
  • Bewegungsumfang des Sprung- und Kniegelenks
  • Manueller Muskeltest von Knie und Sprunggelenk
  • Timed Up and Go-Test
  • 10-Meter-Gehtest

Bei genauerer Betrachtung der Gehgeschwindigkeit, die mit dem 10-Meter-Gehtest ermittelt wird, konnten wir eine Verbesserung um durchschnittlich 0,14 m/s feststellen. Mit anderen Worten, die Patienten konnten nach ihrem recoveriX-Behandlungsblock für die unteren Extremitäten 0,5 km/h schneller gehen.

Ein recoveriX-Block umfasst 25 bis 30 Therapiesitzungen, welche jeweils rund 1 Stunde dauern. Wir empfehlen 2–3 Therapiesitzungen pro Woche. Die genaue Frequenz wird individuell festgelegt und hängt von der Belastbarkeit sowie den organisatorischen Rahmenbedingungen ab.

Die Patienten können die motorischen Hand- und Fußbilder zu Hause durchführen, um den sensomotorischen Kortex zu aktivieren. Es ist wichtig, dass die Patienten verschiedene Aufgaben ausführen, um das Gehirn zu beschäftigen. Wenn Patienten immer an die gleiche Bewegung denken, ist der Trainingseffekt des Gehirns geringer. Wir empfehlen, sich abwechselnd Bewegungen vorzustellen, zum Beispiel eine Bewegung der linken Hand, dann eine Bewegung der rechten Hand und dann eine Fußbewegung.

Der Schlüssel von recoveriX ist das Training des Gehirns. Aber es ist auch wichtig, dass die Patienten zu Hause einige körperliche Übungen machen, um die Muskeln zu trainieren, vor allem die betroffenen Gliedmaßen. Die recoveriX Therapie kann die Spastik in den Beinen drastisch reduzieren, aber das geht auch mit mehr Muskelkraft zum Gehen einher.

In der Regel gehen die Patienten nach den ersten recoveriX Therapiesitzungen etwas langsamer, weil die Spastik abnimmt und sich das steife Bein besser beugen lässt. Mit körperlicher Bewegung und recoveriX-Training verbessern sich die Muskelkraft und die Muskelkontrolle. Nach der 25. Therapiesitzung sind die Patienten in der Lage, viel schneller aufzustehen und zu gehen als zuvor.

Es wird empfohlen, einen vollständigen recoveriX-Therapieblock mit 2–3 Sitzungen pro Woche zu absolvieren, wobei jede Sitzung etwa eine Stunde dauert. Natürlich ist es auch möglich, parallel an anderen Therapien oder Rehabilitationsprogrammen teilzunehmen. Wir wissen, dass sich der Zustand eines Patienten umso stärker verbessert, je mehr Therapieeinheiten er oder sie erhält.

Die Patienten benötigen keine separate Therapiesitzung für die Einweisung – sie können sofort mit der Therapie beginnen. Die Patienten müssen vor der ersten Sitzung nur den allgemeinen Ablauf und einfache Anweisungen für die Therapiesitzung lernen. Die erste Sitzung ist bereits Teil der Therapie.